Island das Land der Vulkane, Geysire und Wasserfälle

Knapp 1.500 km führte uns die Rundreise um Island herum. Vorbei an herrlichen Mondlandschaften, die durch die Einflüsse der Vulkane geprägt wurden bis hin zu kleinen Städtchen in denen sich altertümliche Bauwerke sowie Kirchen befinden. Vom 18.10 bis 28.10 fand die Reise statt – eine Jahreszeit in der die Kälte noch erträglich ist und sich wunderschöne Polarlichter zeigen. Auch Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zeigen sich mit 7 Uhr bis 18.30 Uhr, wie wir sie kennen.

18.10 Flug von Frankfurt nach Keflavík

Wir starteten unsere Reise von Frankfurt aus. Der Flug ging direkt nach Keflavík. Die Flugzeit betrug 3 Stunden und 30 Minuten, in denen es keine Komplikationen gab. Wir wählten die Fluggesellschaft WOW, da jene die günstigsten Flüge im Angebot hatten. Wir landeten am frühen Nachmittag, wo uns Temperaturen um die 5 Grad erwarteten. Es war schon um einiges kälter als in Frankfurt, doch wir waren mit warmer Kleidung gut ausgerüstet. Nach der Landung nahmen wir unsere Koffer, holten unseren bereits in Deutschland gebuchten Mietwagen in Empfang und fuhren zu unserer Unterkunft für die kommende Nacht. Wir wählten aus folgenden Grund ein Mietauto: In 10 Tagen wollten wir 1.500 km zurücklegen, was nur mit einem entsprechenden Fahrzeug zu bewältigen ist. Mit dem Leihwagen waren wir unabhängig und konnten unser Nachtquartier auf Campinganlagen mit Bungalows oder Hostels selbst bestimmen. Wir schlenderten noch ein wenig in den Abendstunden durch die romantischen Gassen von Keflavík, aßen eine Kleinigkeit und schlummerten glückselig ein.

19.10 Seljalandsfoss und Skógafoss

Nach unserer ersten Nacht im Hotel, frühstückten wir ausgiebig und machten uns auf den Weg zu zwei spektakulären Wasserfällen. Eine Wegstrecke von 160 km lag vor uns, die sich entlang einer Bundesstraße zog. Wir fuhren durch eine hügelige Landschaft, die auch in dieser Jahreszeit noch grüne Wiesen zeigte. Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Landstraße ließ uns viel Zeit, genüsslich den Blick in der Landschaft schweifen zu lassen. Nach etwa 2 Stunden und 45 Minuten kamen wir am Parkplatz des spektakulären Wasserfalls Seljalandsfoss an. Der Fluss Seljalandsá stürzt sich an dieser Stelle 66 Meter in die Tiefe, was ein lautes Gröllen mit sich brachte. Die Wassermassen rauschten nur so nach unten und zeigte ein atemberaubendes Lichterspiel unter der isländischen Sonne. Wir erhielten einen Tipp, dass man hinter den Wasserfall gehen sollten und durch den Wasserschleier den Blick auf Land genießen sollte, was wir prompt taten. Die Abendstunden eignen sich für einen Blick durch den Wasserschleier wohl am Besten, doch aufgrund unseres engen Zeitplanes genossen wir den Blick hindurch zur Mittagszeit. An einer Felswand entlang wanderten wir noch eine Stunde, wo uns auf dem Weg noch einige Wasserfälle begegneten. Wir traten gegen 13 Uhr den Rückweg an, da wir heute noch am Skógafoss ankommen wollten.

Skógafoss Wasserfall
Skógafoss Wasserfall

Etwa 30 km von Seljalandsfoss entfernt liegt der Skógafoss. Der Skógafoss Wasserfall befindet sich in der Nähe der Stadt Skóga direkt an einer Steilküste. Durch die Erdverschiebungen kam es zu einem gigantischen Wasserfallschauspiel, welches sich über die gesamte Region zieht und mehrere Wasserfälle und Stufen beinhaltet. Der Skógafoss misst 25 Meter in der Breite und fällt mit lärmenden Getöse 60 Meter senkrecht in die Tiefe. Direkt in der Nähe gibt es einen Trekkingpfad, der direkt auf die Hochebene Fimmvörðuháls zwischen den dortigen Gletschern führt. Sehr interessant ist die Sage, dass der erste Wikingersiedler in der Nähe des Skógafoss einen Schatz vergraben hatte. Später fand ein Junge eine Truhe, von der er jedoch nur den Griff erreichen konnte. Die Truhe verschwand vor seinen Augen in der Tiefe und wurde nie wieder gesehen. Den Griff kann man heute im Museum Skógasafn in der Stadt Skóga bewundern. Wir bestaunten noch bis zur Dämmerung den wundervollen Wasserfall bis wir letztendlich eine nahegelegene Campinganlage mit Bungalows für unser heutiges Nachtquartier wählten.

20.10 Black Sand Beach und Vik

Vik
Vik

Ein paar Minuten von dem Örtchen Vík í Mýrdal entfernt befindet sich der Black Sand Beach. Die Farbe des Strandes zeigt sich aufgrund der schwarzen Lava. Dennoch ist der Sand sehr fein und lädt nicht nur im Sommer zum längeren Verweilen ein. Das Meer ist an dieser Stelle sehr oft aufgewühlt und wild, was den Ort noch geheimnisvoller werden lässt. Denn einer Sage zufolge verdanken die dortigen Klippen ihr Dasein den Trollen. Basalt-Säulen mit gigantischen Ausmaßen sowie die Reynisdrangar Säulen ragen aus dem wilden Atlantik. Der Sage nach, versuchten Trolle, einen Dreimaster aus dem Meer zu ziehen. Sie wurden bei ihrem Vorhaben von der Morgendämmerung überrascht und versteinerten sofort. Seither ragen die gigantischen Säulen aus dem Meer, ein Motiv, was sich auf vielen Fotografien und Postkarten wiederfindet. Die Klippen entlang dem Black Sand Beach sind nicht nur fantastisch anzusehen, sie spielen in der Brutzeit für Vögel eine wesentliche Rolle. Aufgrund der Formgebung der Klippen bieten sie ein hervorragendes Quartier, was die Vögel zum Einnisten nutzen. Unter anderem kann dort zur Brutzeit der Papageitaucher gesichtet werden.

Unser Weg führt weiter nach Vik. Der kleine Ort verfügt nur über 296 Einwohner. Von dort aus gelangt man auf ein Wanderweg direkt in eine atemberaubende Vulkanlandschaft. Wir ließen das Mietauto in dem kleinen Ort stehen und begaben uns auf eine dreistündige Wanderschaft. Die Landschaft raubte uns den Atem mit seinen herrlichen Hügeln und Lavageröll, welches sowohl schwarze und weiße Lavasteine beinhaltet. Nachdem wir wieder in Vik angekommen waren, begaben wir uns ins dortige Schwimmbad. Dieses befand sich auf einem Campingplatz, wo sich unter anderem einige Bungalows befanden, in denen wir uns für die heutige Nacht einquartierten. Der Abend lud noch dazu ein, durch die Gassen des Ortes zu schlendern. Eine Wollfabrik nutzte die Vorteile des Lagerverkaufes und bot zugleich hübsche Souvenirs an, wovon wir natürlich einige erwarben.

21.10 Skaftafell und Hofskirkja

Hofskirkja
Hofskirkja

Am morgen fuhren wir bereits zeitig weiter, da wir einen Ausflug zum Skaftafell Nationalpark geplant hatten. Mit einer Fläche von 4.800 Quadratkilometer ist er einer der größten von Europa. Er umgibt den Berg Skaftafell, einen inaktiven Vulkan. Im Jahre 1362 kam es zu einem überwältigenden Ausbruch, der die dortige Menschheit komplett auslöschte. Bis heute haben sich keine Menschen dort mehr angesiedelt, was der Landschaft den Namen Niemandsland einbrachte. Wir beschlossen eine vierstündige Wanderung durch die Vulkanlandschaft und den Nationalpark anzutreten. Wir erblickten eine kontrastreiche Naturlandschaft aus Gletscherzungen sowie Bergkämmen. Auch wenn der Oktober bereits den Winter einläutet, konnten wir einige seltene Blumen wie arktische Weidenröschen sehen. Ebenfalls siedelten sich im Naturpark viele Vogelarten an, wie Rabe oder Schneeammern. Polarfüchse und Nerze zeigten ihren Lebensraum nur mit ihren Hinterlassenschaften an, die wir hin und wieder auf unserer Wanderung entdeckten (wir gingen davon aus, dass es sich darum handeln musste). Im Skaftafell Nationalpark befindet sich einer der höchsten Wasserfälle. Der Morsárjökull Wasserfall stürzt 227 Meter in die Tiefe, was einen spektakulären Anblick ausmacht. Wer eine Rundreise durch Island plant, sollte sich diesen Wasserfall auf keinen Fall entgehen lassen. Nach unserer Wanderung durch den Nationalpark suchten wir eine ruhigere Stelle auf.

Hofskirkja
Hofskirkja

Die Hofskirkja ist eine Kirche, die unter Denkmalschutz steht. Sie befindet sich am Rande des Nationalparks in einem kleinen Dorf namens Hof. Sie wurde im Jahre 1884 im alten Stil erbaut. Die Hofskirkja ist die letzte Kirche, die so konstruiert wurde. Insgesamt gibt es mit ihr fünf Kirchen, die in diesem Stil errichtet wurden. Das besondere daran ist, dass nur Materialien verwendet wurden, die das Land selbst liefern konnte. Deswegen bestehen die Grundmauern aus Bruchsteinen. Treibholz wurde eingesetzt, damit eine tragende Konstruktion zustande kam. Für die Wände sowie Dächer verwendeten die Konstrukteure Torf und Grassoden. Des Weiteren wurden die Häuser damals in den Boden gegraben, was nichts anderes heißt, als dass sich ein Teil des Hauses unter dem Boden befindet. Noch heute ist die Hofskirkja eine genutzte Gemeindekirche und für Touristen eine sehenswerte Attraktion.

Unser Weg brachte uns nach der Besichtigung 5 km weiter zu den sogenannten Eishöhlen, die sich in einem Gletscher befinden. Da jedoch an diesem Tag bereits die Dämmerung eintraf, beschlossen wir und dort ein nahegelegenes Hotel zu suchen und die Nacht dort zu verbringen. Die Höhlen wollten wir am nächsten Morgen in aller Ruhe besichtigen.

22.10 Eishöhlen und Weiterfahrt nach Dettifoss und Sellfoss

Dettifoss
Dettifoss

Am nächsten Morgen begaben wir uns nach einem deftigen Frühstück zu den Eishöhlen. Leider befanden wir uns noch außerhalb der Saison, was das Betreten der Höhlen zu gefährlich machte. Doch die umliegende Landschaft, war beeindruckend und hin und wieder waren Eisdurchgänge in hellblau glänzendem Eis zu sehen. So muss sich wohl eine Eiskönigin in ihrem Zuhause fühlen. Wir wollten an diesem Tag noch Dettifoss erreichen, weshalb wir uns auch am frühen Mittag auf den Weg machten.

Es lagen noch 430 km Bundesstraße vor uns. Die Straße führte entlang der Küste und bot eine atemberaubende Kulisse. Berge, Hügel, Serpentinen sowie stille Einsamkeit begleiteten uns auf dem Weg zum Dettifoss, dem höchsten Wasserfall, den Islands Norden zu bieten hat.

23.10 Dettifoss, Selfoss und Krafla

Schwefelfelder
Schwefelfelder

 

Wir waren in einer Gegend angekommen, in der wir gespannt dem Polarlicht entgegen fieberten. In dieser Region sollten die Lichter noch beeindruckender am Horizont erscheinen, was wir am Vorabend bereits sehen durften. Wir wussten, dass sich der Oktober als eine der besten Reisezeiten für spektakuläre Schauspiele des Polarlichtes eignen. Und er war tatsächlich so: die bunten Lichter am Himmel verliehen ihm einen beeindruckenden Charme. Heute sehen wir uns einen der größten Wasserfälle an. Der Selfoss ein ebenfalls spektakulärer Wasserfall befindet sich nur ein Stück weiter oben. Das kalte Gletscherwasser war förmlich schon zum Riechen nahe. Mit einer Breite von 100 Meter fällt der Dettifoss 45 Meter in die Tiefe. Nur einen Kilometer davor befindet sich der Selfoss, der ebenfalls reichliche Energie in das Wasser pumpt. Die Wassermassen können daher etwa 85 Megawatt problemlos umsetzen. Wir sahen uns dieses beeindruckende Schauspiel noch lange an, bevor wir den Selfoss erreichten. Der Selfoss stürzt sich an dieser Stelle nur 10 Meter in die Tiefe, was dennoch ein fantastisches Schauspiel darstellt. Wir führen an diesem Tag noch ein Stück weiter, um in das Gebiet des Krafla zu gelangen.

Schwefelfelder
Schwefelfelder

Krafla nennt sich ein Gebiet, welches sich auf einer Länge von 100 km erstreckt. Das beeindruckende Vulkansystem wird von dem gleichnamigen Vulkan, der immer noch aktiv ist beherrscht. Der Krafla Vulkan ragt etwa 818 Meter gen Himmel und zeigt bereits von unten eine spektakuläre Präsenz. Der letzte Ausbruch des Vulkans liegt bereits mehr als 30 Jahre zurück. Die Schwefelfelder sind immer noch sehr beeindruckend und ziehen sich entlang des Vulkans. Unser nächstes Ziel ist das Hverir Gebiet. Dort sollen noch beeindruckendere Schwefelfelder zu sehen sein. Wir begeben uns Richtung Reykjahlíð, wo wir unsere nächste Unterkunft durch Airbnb fanden. Dort befand sich der optimale Ausgangspunkt für die Ausflüge der nächsten Tage. Wir bezogen unkompliziert unsere Behausung, die als hervorragend ausgestattet herausstellte. Mit einem kleinen Kamin ausgestattet konnten wir uns die Abende gemütlich vor dem Feuer machen und ein Glas Rotwein genießen.

24.10 Hverir Hverarönd und beeindruckende Schwefel Felder

Heute wollen wir uns einen ganzen Tag Zeit nehmen, um in den Schwefel Feldern zu wandern. Die Mondlandschaft liegt östlich des Mückensees, wo unsere nächste Reiseetappe liegt. Doch nun besuchen wir erst einmal die beeindruckenden Schwefel Felder. Auf dem restlichen Weg dorthin liegt der Schwefelgeruch bereits in der Luft. Meter für Meter verstärkt sich der Geruch, so dass wir erahnen konnten, dass es bis zum Parkplatz nicht mehr weit war. An den kleinen Seen ringsum befinden sich Badeverbotsschilder, an die man sich streng halten sollte. Die Landschaft erstreckt sich nicht wie viele Bereiche Islands in einem satten Grün. Die Landschaft um Hverir zeigt sich in allen erdenklichen Brauntönen, die perfekt miteinander harmonieren. Es gleicht einer wunderschönen Mondlandschaft, die besonders reizvoll vor uns liegt. Auf dem Parkplatz angekommen, folgen wir dem beschilderten Wanderweg. Es wird streng darauf hingewiesen den Wanderweg nicht zu verlassen, da überall Gefahren in Form von Schlammtöpfen lauern, deren Umgebung keinen festen Boden bergen. Aus den Schlammlöchern blubbert es und der Geruch von Schwefel wirkt oft schon beißend in der Nase. Hin und wieder sehen wir kleine Löcher, aus denen es ebenfalls dampft. Hin und wieder schießt der Dampf mit richtig Druck heraus, was ein faszinierendes Spektakel darstellt. Wir wanderten noch drei Stunden in den Schwefel Feldern bis wir erschöpft wieder am Mietwagen ankamen. Unser Weg führt zurück zu unserer Unterkunft in Reykjahlíð. Von dort war es nur noch ein Katzensprung bis zum Mückensee.

25.10 Mückensee und Weiterreise nach Husavik

Noch beeindruckt von der gestrigen Wanderung machen wir uns auf, den Mückensee oder Myvatn See wie er in Island genannt wird, zu besichtigen. Der Mückensee verdankt seinen Namen den unzähligen Mücken, die in den Sommermonaten in gigantischen Schwärmen ihr Unwesen treiben. Wie gut, dass wir uns für den Oktober entschieden. In dieser Zeit ist es sehr still und wir sehen fast keine Mückenschwärme. Dennoch sind die Mücken sehr wichtig für den See und verantwortlich für den großen Fischreichtum. Der See verfügt über eine Fläche von 37 Quadratkilometer und ist damit der viertgrößte See von Island. Die Landschaft um den See lässt wieder atemberaubende Ausblicke zu. Überall staunen wir über die vielseitigen Lavaformationen. Um unseren Zeitplan einzuhalten, begeben wir uns auf den Weg nach Husavik. Die Entfernung beträgt rund 70 km, die wir am späten Nachmittag hinter uns brachten, nachdem wir unser Domizil in Reykjahlíð den Rücken kehrten. Den Abend kamen wir in Husavik und übernachteten in einem der kleinen Hotels direkt am Meer. Wir hatten Glück, dass wir uns für einen Urlaub außerhalb der Hochsaison entschieden. Somit waren wir relativ sicher jeden Tag auch ohne Buchung, eine trockene Unterkunft beziehen zu können.

26.10 Whale Watching der besonderen Art

Husavik ist eine bekannte Hafenstadt, von der aus täglich Walbeobachtungsfahrten starten. Natürlich wollten wir uns dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Ziemlich zeitig begaben wir uns mit einem der Boote auf hohe See. Delfine ließen sich lange auf sich warten. Einige Zeit später begegneten uns Buckelwale, die sensationell ihren Buckel aus dem Wasser hoben um dann wieder in die Tiefen des Meeres abzutauchen. Nach etwa zwei Stunden fuhren wir wieder an Land und besuchten das Walmuseum, welches sich in unmittelbarer Nähe befindet.

Wir zogen weiter, da schon in zwei Tagen unsere Rundreise durch Island enden sollte. Auf dem Weg hatten wir die Idee, noch einen Abstecher zum Goðafoss zu machen. Der Goðafoss zählt zu den bekanntesten Wasserfällen in Island. Er ist 12 Meter breit und stürzt etwa 30 Meter senkrecht in die Tiefe. Einer Sage zufolge soll der Gott namens Pergeir etwa 1000 n. Chr. alle heidnischen Götter in den Goðafoss geworfen haben, da er beschlossen hatte das Christentum als Staatsreligion zu übernehmen. Daher hat der Goðafoss auch seinen Namen, zu Deutsch: Götterwasserfall. Wir sahen uns dieses Spektakel eine Weile an, wanderten durch die unbeschreiblich schöne Natur Island und zogen uns dann in unser Nachtquartier dem Fossholl Guesthouse zurück, welches sich in der Nähe des Wasserfalls befand. Am nächsten Morgen geht unsere Reise nach Kirkjufellsfoss.

27.10 Auf dem Weg nach Kirkjufellsfoss

Nach einem reichlichen und leckeren Frühstück brachen wir auf nach Kirkjufellsfoss. Immerhin waren es 450 km, die wir am heutigen Tage überwinden mussten. Wir kamen gut durch und konnten an diesem Tag noch den Kirkjufellsfoss bestaunen. Der Wasserfall befindet sich am Fuß des gleichnamigen Berges Kirkjufell. Er ist einer der schönsten Wasserfälle, die Island zu bieten hat. Er ist nicht nur ein herrliches Fotomotiv, sondern war bereits Kulisse für Fernsehserien wie der Island Krimi. Da wir es uns vor unserer Reise nicht entgehen ließen uns den ARD Krimi anzusehen, erkannten wir sofort, dass sich viele Aufnahmen in der Region rund um den Kirkjufell abspielten. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl in einer Gegend zu sein, die man bereit aus einem Film kennt. Wir erreichten gerade noch rechtzeitig den Wasserfall, so dass wir in unmittelbarer Nähe des Kirkjufellsfoss unser Nachtlager fanden. Gott sei Dank bekamen wir im Old Postoffice Guesthouse noch ein gemütliches Zimmer. Ein Abstecher dorthin lohnt sich auch ohne eine Zimmer zu beziehen. Denn das Essen war lecker und frisch zubereitet und deswegen eine Empfehlung wert. Morgen bricht unser letzter Tag auf der Insel an. Dennoch möchten wir es uns nicht entgehen lassen, noch einen Abstecher nach Búðir zu wagen. Wir gingen zeitig zu Bett, warfen noch einen kurzen Blick gen Himmel um die wundervollen Polarlichter zu bestaunen und schlummerten friedlich ein.

28.10 Der Abschied

Unser letzter Tag war gekommen. Wir konnten viele interessante Eindrücke über Island gewinnen und waren begeistert von so viel Naturvielfalt, die wir hier sahen. Nur wenige Kilometer von unserem Nachtlager entfernt liegt Búðir. Er befindet sich auf der Halbinsel Snæfellsnes. Búðir wird als ein Weiler bezeichnet, der früher einen wichtiger Handelsplatz darstellte. Heute findet man nur noch eine Kirche sowie ein Hotel auf dem Weiler. Wir begeben uns nur 3 Kilometer weiter, wo wir auf Frambúðir treffen. Dort befanden sich Winterfischerdörfer sowie Niederlassungen für den enorm wichtigen Handel. Der Name Búðir verdankt seinen Namen den Winterfischern dort, die auf Island verbúðir genannt werden. Unweit entfernt erblicken wir das Kloster Helgafell aus dem 16. Jahrhundert. Um diese Zeit lebten hier etwa 100 Menschen, die jedoch vom Vulkan Laki vertrieben wurden. Hinzu kam eine riesige Sturmflut im Januar 1799. Danach wurde die Bevölkerung endgültig weiter ins Landesinnere umgesiedelt, wo noch heute Häuser und Gebäude zu bestaunen sind. Etwas westlich der Kirche befindet sich ein Lavafeld, welches ca. 5.000 Jahre alt ist. Das Lavafeld birg unter anderem wunderschöne Buchten, Lavakanäle und auch Höhlen. Seit 1977 befindet sich dieses Gebiet unter Naturschutz, birgt etwa 130 verschiedene Pflanzenarten und hält herrlichen Augenblicke zum Bewundern bereit. Wir wanderten noch einige Zeit durch die wundervolle Landschaft und konnten uns daran gar nicht satt sehen. Doch bereits in den Mittagsstunden mussten wir Aufbrechen, damit wir unseren Flieger nach Hause noch erreichen.

Nachdem wir uns im Flughafen einfanden, das Mietauto wieder seinem ursprünglichen Besitzer zurückbrachten, schwelgten wir noch in Erinnerung an die herrliche Zeit auf Island. Auch wenn es hin und wieder vor Kälte noch so frostig war, die gigantisch bunten Polarlichter am Horizont, die abwechslungsreiche Naturlandschaft, Lavafelder, blubbernde Schwefelfelder sowie spektakuläre Sehenswürdigkeiten und Wasserfälle Island muss man einmal im Leben erlebt und gesehen haben. Die Entscheidung, eine Rundreise anzutreten war grundrichtig und wir können jedem nur raten Island und seine Vulkane auf diese Weise zu erkunden.

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