Reisebericht: Geheimtipp La Réunion ein vielfältiges Naturparadies

La Réunion – abenteuerlich, spektakulär und faszinierend

  1. August 2016

Endlich ist die Zeit gekommen, in der wir unseren wohlverdienten Urlaub antreten konnten. Wir begeben uns zum Flughafen Frankfurt, checken unsere Koffer ein und heben ab Richtung Johannesburg. Dort hatten wir einen viertägigen Aufenthalt, über den es einen separaten Bericht zu lesen gibt. Von Johannesburg ging es direkt weiter nach La Réunion, wo wir am Flughafen von Saint Denis landeten. Nachdem wir unsere Koffer endlich am Kofferband entdeckten, begaben wir uns zur Autovermietung. Von Deutschland aus hatten wir uns für unseren Aufenthalt auf La Réunion einen Leihwagen gemietet, um die Insel unabhängig erkunden zu können.

La Réunion gehört der Europäischen Union an, welches zu einem französischen Übersee Department zählt. Die französische Sprache ist deshalb auch die Landessprache, der wir Gott sei Dank ein wenig mächtig waren. Am Flughafen sprach das Personal natürlich Englisch, da wir jedoch eine private Unterkunft gemietet hatten, war es vorteilhaft wenigstens einige Brocken französisch zu sprechen. Als wir den Mietwagenschlüssel erhielten, machten wir uns auf die Suche nach ihm. Nach wenigen Minuten saßen wir in unserem Gefährt und bewegten uns Richtung erster Unterkunft. Zu Hause in Deutschland suchten wir bereits nach einem Navigationssystem für das Smartphone, welches uns auch auf schnellstem Wege zu unserem Domizil brachte.

La Réunion – Forêt départemento-domaniale de la rivière de Remparts
auf dem Weg zum Piton de la Fournaise

Wir wählten eine Unterkunft in Ravine des Cabris, welches zur Gemeinde Saint Pierre auf Réunion gehört. Vom Flughafen bis zu unserer Unterkunft, die im Süden der Insel liegt, waren es etwas mehr als 80 km. Die Sonne schien und über uns ein strahlend blauer Himmel – was will man mehr! Die Fahrt zog sich an der Küste entlang, so dass wir hin und wieder einen Blick auf das wunderschöne türkisblaue Meer richten konnten. Wenn du dich ebenfalls für eine günstige Unterkunft auf La Réunion interessierst, wir wählten diese https://www.airbnb.de/rooms/882248 Unterkunft und verbrachten 7 Tage, vom 7. August bis 14. August dort. Im Garten befand sich sogar ein kleiner Pool, den wir für eine kleine Abkühlung an den noch warmen Tagen nutzen konnten. Auf La Réunion gibt es den sogenannten Südwinter, zu dem auch der Monat August gehört. Dennoch stieg das Thermometer fast täglich auf 20 Grad. Während der gesamten Reise hatten wir außerdem nur einen Tag, an dem es wirklich richtig geregnet hat, so dass wir unsere Unterkunft nur mit entsprechender Kleidung verließen. Am heutigen Tag waren wir ziemlich geschafft von der Reise. Wir kümmerten uns noch um Verpflegung, setzten uns auf die Terrasse und ließen den Tag gemütlich bei einer Flasche Rotwein ausklingen.

  1. August – Ausflug mit Wanderung

Am nächsten Morgen erhoben wir uns zeitig aus dem Bett. Noch etwas geflasht vom Jetlag genossen wir unseren Kaffee und brachen auf. Unsere geplante Wanderung startete in Belvédère de Bois Court. Laut einiger Reiseführer, sollte es dort die besten Parkmöglichkeiten geben. Dort angekommen, mussten wir dem zustimmen. Der große Parkplatz beinhaltete viel Platz und war optimal als Startpunkt sowohl für unsere Wanderung als auch für andere Ausflüge. Die Anfahrt ist übrigens über die D70 und von dort aus gut beschildert und leicht zu finden. Belvédère de Bois Court ist eine Aussichtsplattform, die direkt über dem Fluss Bras de la Plaine liegt. Besser gesagt ist es ein Felsvorsprung, der gigantische Ausblicke ermöglicht. Eine besondere Attraktion ist es, von dort aus 750 Höhenmeter zu überwinden, bevor man in nach Dans le Grand Bassin gelangt. Es ist ein kleines Dorf, welches über eine verlassene Schule verfügt.

Der Wanderweg führt mitten durch unberührte Natur. Doch auch der Tatsache entsprechend, dass sich hier viele Touristen einfinden, ist es ruhig und man bemerkt wie wohltuend und frisch die Luft durch die Natur ist. Die Einheimischen verwenden den Weg, um sich auf einen berühmten Geländelauf vorzubereiten, der jedes Jahr im Oktober stattfindet. Von der Landschaft her kann man die Gegend gleich den Alpen beschreiben. Hügelige Landschaftszüge in denen sich Kuhweiden und romantische Bauernhöfe einfinden, prägen neben der Pflanzenvielfalt das wundervolle Bild der Natur. Wir erreichten nach 2,5 Stunden das Dorf, welches als das authentischste Dorf im Sinne von La Réunion beschrieben wird. Tatsächlich scheint, als wäre dort die Zeit stehen geblieben. Nach dem Abstieg mussten wir uns erst einmal bei einer kreolischen Köstlichkeit, im Le QG einem gemütlichen Restaurant erholen, bevor wir weiter bis zum Wasserfall zogen, den wir etwa eine halbe Stunde später nach dem Aufbruch erreichten. Es besteht die Möglichkeit, im Wasserfall zu baden, was wir natürlich wahr nahmen. Auch zu dieser Jahreszeit war das Wasser angenehm warm und wir verbrachten dort noch den Nachmittag, bevor wir uns wieder an den Aufstieg zum Parkplatz machten.

  1. August – Ausflug zu den Caps
La Réunion – Cap Jaune -Arrondissement Saint-Pierre
Le cap Jaune est un cap de l’île de La Réunion sur l’océan Indien. Il est situé sur la côte sud de ce département d’outre-mer français, dans le Sud sauvage, au pied d’un petit piton appelé piton Vincendo, entre le littoral des lieux-dits Langevin à l’ouest et Vincendo à l’est. Ce faisant, il relève du territoire de la commune de Saint-Joseph.

Heute steht eine Wanderung zum Cap Jaune an. Rund 60 Kilometer südlich von unserer Unterkunft entfernt befindet sich Cap Jaune. Es ist eine 50 Meter hohe Felswand, die ockerfarben direkt am Meer steht. Interessant zu wissen ist, dass die Farbgebung einem Naturspektakel zu verdanken ist. Es entsteht, sobald die glühende Lava mit dem Salzwasser des Meeres in Verbindung kommt. Allerdings handelt es sich um keine gewöhnliche Lava, sondern Hyaloklastit, ein vulkanisches Glas. Die Wanderung ist kurz und beträgt nur etwa eine Stunde und 30 Minuten. Empfehlenswert ist es, das Auto im Dorf Vincendo zu parken und lieber etwas mehr Weg in Kauf zu nehmen, da der dortige Parkplatz nicht sehr viel Platz zum Parken birgt. Wir empfehlen festes Schuhwerk, da keine direkten Wanderwege angelegt sind und es hier und dort durch unberührte Naturlandschaften geht. Die geschützte Zone gleicht einer Postkartenkulisse, wie sie schöner nicht sein könnte. Zurück im dort Vincendo schlenderten wir noch durch die Gassen, inspizierten kleine Souvenirläden, bevor wir zum Cap Méchant fuhren.

Nur 10 Kilometer vom Cap Jaune entfernt, befindet sich Cap Méchant. Die Steilküste verfügt über sehr hohe Felsvorsprünge, die spektakuläre Ausblicke ermöglichen. Hinzu kommt die extreme Brandung, die schon den einen oder anderen eine Dusche bescherte. Wir blieben um Glück trocken, da wir uns rechtzeitig mit einem gewagten Sprung zurück, vor dem Wasser retten konnten. In dieser Region herrscht vermehrt ein raues Klima, was das Baden nur ganz selten möglich macht. Wir machten uns auf zur Lavastraße.

La Réunion – Küstenstraße – Forêt domaniale du Grand Brûlé
Der Vulkan ist der letzte aktive Vulkan auf La Réunion, es gibt immer wieder kleinere Eruptionen, die jedoch relativ ungefährlich sind. Dabei tritt ähnlich wie bei den Vulkanen auf Hawaii dünnflüssige Lava aus und bahnt sich ihren Weg Richtung Meer, größere Gas-Explosionen gibt es dabei nicht. Im Gegensatz zu Vulkanen wie dem Mount St. Helens oder dem Vesuv mit ihren plötzlichen und unkalkulierbaren Ausbrüchen sind die Eruptionen am Piton de la Fournaise recht vorhersehbar und daher relativ ungefährlich.
Zwar wird bei den Ausbrüchen des Öfteren die Küstenstraße beschädigt, gleichzeitig zieht das Schauspiel der Ausbrüche, das etwa alle zwei Jahre stattfindet, Schaulustige unter dem Slogan: « le volcan pète » („der Vulkan furzt“) von der ganzen Insel an.

Der Vulkan Piton de la Fournaise zählt zu einem der aktivsten Vulkane weltweit. Sein Ausbruch im Jahre 2007 war der Schlimmste der letzten 100 Jahre. Es kam zu einer Spalteneruption von einem Kilometer Länge. Das untere Ende der Spalte befand sich auf einer Höhe von nur 590 Metern. Der gesamte Vulkan bringt es auf eine Gesamthöhe von 2632 Metern. Die Lava bildete eine Straße, die seit diesem Ausbruch als Coulée de lave 2007 bezeichnet wird. Kilometerweit befindet sich nichts als schwarze Lava, die eine faszinierende Kulisse bildet. Wir durchquerten die Region bis wir beim Notre Dame des Laves angelangten. Die Kirche birgt eine spektakuläre Geschichte. Als der Vulkanausbruch nahezu alles um sich herum begrub, war es diese Kirche, die von den Ausmaßen verschont blieb. Zu sehen ist heute noch die Lavaspaltung vor der Kirche. Rund um den Notre Dame des Laves liegt schwarze Lava, was ein unglaubliches Schauspiel darstellt. Wenn du die Insel La Reunion besuchst, sieh dir dieses Spektakel mit eigenen Augen an! Nachdem wir uns von der beeindruckenden Kulisse trennten, begaben wir uns zurück zu unserer Unterkunft. Morgen wollten wir uns noch einmal an diesen Ort wagen und den Vulkan erkunden.

  1. August – Ausflug zum Piton de la Fournaise

Wir fuhren rechtzeitig von unserer Unterkunft zum Piton de la Fournaise. Der 2632 Meter hohe Vulkan ist immer noch aktiv und schießt regelmäßig heißes Magma aus, was ihn zu einem Besuchermagnet macht. So erfasste auch uns die Neugier auf die Eruptionen und wir starteten von Parkplatz am Pas de Bellecombe. Der Weg ist erst leicht und wird später aufgrund der scharfen Lavasteine immer schwieriger. Der erste Augenkontakt mit dem heißen Magma eröffnete sich kurz hinter dem Parkplatz an der Magmaader auch Caldera genannt. Trichterförmige Krater, die rötlich schimmern, erweisen sich als sehr sehenswert. Nach einem strengen Marsch führt der Weg zur Grotte Chapelle de Rosemont, die sich noch am Fuß des Piton de la Fournaise befindet. Die Lavabrocken werden von nun an stetig schärfer, so dass feste Schuhe mit dicker Sohle anzuraten sind. Wir waren gut vorbereitet, so dass wir ohne Komplikationen weiter gehen konnten. Etwa nach 1,5 Stunden pausenlosen Wandern gelangten wir zum Point de vue sur Cratère Dolomieu, einem atemberaubenden Aussichtspunkt, der sich am südöstlichen Kraterrand befindet. Der Ausbruch um Jahre 2007 zerstörte den Bory Krater, so dass er heute nicht mehr besichtigt werden kann. Der Zentralkrater setzt sich aus zweit Kratern zusammen. Dem kleinen Cratère Bory und dem größeren Cratère Bory, die zusammen die Spitze des Vulkans bilden. Als der aktivste Krater wird allerdings der Cratère Dolomieu beschrieben, der erst bei der Eruption im Jahr 2007 entstand. Der Blick vom Kraterrand ist überwältigend, und mit keinerlei Worten zu beschreiben.
Das Wetter ist aufgrund der markanten Wetterbarriere im Bereich des Vulkans unberechenbar. Wir empfehlen unbedingt wasserdichte Regenkleidung einzupacken. Bei unserem Abstieg wurden wir von heftigen Regenfällen überrascht die ohne Vorankündigung von einer Minute zur nächsten einsetzen. Gerade noch rechtzeitig konnten wir uns die Regenkleidung überziehen. Am Mietwagen angelangt, war das Wetter trocken und sonnig, als hätte es nie geregnet.

  1. August – Ausflug nach Cilaos
La Réunion – Cilaos
Cilaos liegt im Talkessel Cirque de Cilaos im Zentrum der Insel, auf der Südseite des Massif du Piton des Neiges.

Nach der gestrigen langen und anstrengenden Wanderung wollten wir es heute ruhiger angehen lassen. Wir entschieden uns für eine kurze und einfache Wanderung im Gebiet um Cilaos. Cilaos ist eine kleine Stadt mit etwas mehr als 5.000 Einwohner. Sie befindet sich direkt im Talkessel Cirque de Cilaos, was so viel wie schneebedeckte Bergspitzen bedeutet. Schon allein der Ausblick auf die Berge ist faszinierend. Wir entschieden und für einen kurzen Wanderweg von 15 km Länge. Er begann in Cilaos und führte uns zum Bras Rouge, einem wunderschönen Wasserfall, der überaus sehenswert ist. Da die Strecke sehr kurvig ist und man dort nicht sehr schnell fahren kann, brachen wir am frühen Nachmittag auf um uns wieder zu unserer Unterkunft zu begeben.

  1. August – Cascade de Grand Galet
La Réunion – Cascade de Grand Galet

Ein Ausflug zum wohl schönsten Wasserfall auf der Insel steht an diesem Tag auf dem Tagesplan. Der Cascade de Grand Galet befindet sich mitten im Dschungel. Was uns beeindruckt hat: man kann diesen herrlichen Ort mit dem Auto erreichen. Wir nahmen diese Möglichkeit gerne an, da wir in den letzten Tagen doch mehr Kilometer zurückgelegt hatten und unsere Füße eine kleine Auszeit forderten. Leider ergab es sich nicht so, wie wir annahmen. Auf dem Weg zum Cascade de Grand Galet war die Straße gesperrt, so dass wir doch einen kleinen Fußmarsch einlegen mussten. Der Anblick des Wasserfalls ließen uns die Blasen an den Füßen vergessen. Er gilt zurecht als einer der schönsten Wasserfälle, den man unbedingt gesehen haben muss.

  1. August – Saint Pierre
La Réunion – Saint-Pierre

 

Nicht weit von unserem Domizil entfernt befindet sich Saint Pierre. Heute ist Samstag und somit der größte Markttag. Den wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Der Ort ist besonders für Autofahrer eine Herausforderung. Ein Markt ist mit Marché Couvert ausgeschildert, der die Markthalle beschreibt. Der Wochenmarkt befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Strand und es gibt reichlich Parkmöglichkeiten. Als wir in die Nähe des Marktes gelangen, kommt uns bereits ein Duft von Grillhähnchen und diversen Gewürzen entgegen. Etwas weiter erblicken wir Gemüsestände, die das beliebte Inselgemüse Chouchou sowie Bananen und Ananas auftürmen. Weiterhin wimmelt es nur so von leckeren Oliven und inseltypischen Spezialitäten. Ein Stück weiter gibt es allen erdenklichen Chinesenkram bei den Touristenständen. Webtaschen, bunte Tücher sowie Kleingetier wie Hühner und Enten in Metallkäfigen, die uns überaus leid taten. Hier wird wahr, dass andere Länder andere Sitten fordern. Wir schlenderten noch weiter über den Markt, packten einige der Leckereien ein und genossen den restlichen Tag am Pool.

  1. August – Wechsel der Unterkunft

Unsere gebuchten Tage waren vorüber und wir zogen in ein neues Quartier. Unsere neue Unterkunft befand sich in Saint-Leu. Auch diese buchten wir wieder über Airbnb. Wir wählten unser Domizil diesmal direkt in Strandnähe. Weitere Infos bekommst du unter: https://www.airbnb.de/rooms/6153220. Der morgige Tag forderte, dass wir uns sehr bald aus den Federn begaben. Der Aufbruch war gegen 4 Uhr geplant. Wir machten es uns in unserem neuen Domizil gemütlich und gingen bald zu Bett.

  1. August – Le Maïdo
La Réunion – Le Maïdo
Der Maïdo liegt oberhalb von Saint-Paul auf 2.190 m. Von dort haben Sie einen atemberaubenden Ausblick auf die abgelegenen Bergdörfer im Talkessel Mafate und auf die Westküste.

Wir brachen rechtzeitig gegen 4 Uhr auf und fuhren Richtung Saint Paul. Von dort aus geht es weiter nach Saint Gilles, wo man in einer Stunde mit dem Auto auf einer Höhe von 2.200 Meter den Le Maïdo erreicht. Perfekt getimte waren wir zum Sonnenaufgang oben und bewunderten dieses faszinierende Naturschauspiel. Als die Sonne die Gegend in grelles Licht tauchte, erhaschten wir einen tollen Ausblick in das Tal Malfate. Auf der anderen Seite bot sich ein faszinierender Blick auf das Meer. Wir wanderten vom Le Maïdo weiter nach Sentier de Roche Plate. Übrigens gibt es zahlreiche Wanderwege die von Le Maïdo in unterschiedliche Richtungen führen. Wir beschlossen jedoch, die weite Strecke nach Sentier de Roche Plate zu wandern. Auf dem Weg durch die Natur begegnet man nahezu keinem Dorf oder Quelle, so dass vorab für reichlich zu trinken gesorgt werden muss. Wir empfehlen auf dieser Strecke, mindestens 3 Liter pro Person mitzunehmen. Der Sentier de Roche ist ein Felsenwanderweg, der nur für geübte Wanderer geeignet ist. Er gilt als schwerer Wanderweg und erstreckt sich auf eine Länge von knapp 10 km.

  1. August – Ausflug zum Nationalpark
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La Réunion – Bassin Cormoran – Arrondissement Saint-Paul, Réunion

Nach den gestrigen Strapazen gilt für heute ein Ausflug zum Parc national de la Réunion Bassin des Aigrettes. Dort gelangt man zum zweitschönsten Wasserfall auf der Insel. Der Wasserfall ist in viele kleine Bereiche aufgeteilt, die sich als Einzelkaskaden mehrere hundert Meter in die Tiefe stürzen. Fast kreisrund mit einem Durchmesser von 200 Meter erstreckt sich das Naturschauspiel. Der Kessel selbst ist nicht zu besichtigen. Es gibt einen Aussichtspunkt, der spektakuläre Einblicke in den Kessel liefert. Leider erfuhren wir erst zu spät, dass es Hubschrauberrundflüge gibt, bei denen der Wasserfall in Form einer Spirale abgeflogen wird.

  1. und 18. August – Zeit zum Relaxen
La Réunion, deutsch etwa „Insel der Zusammenkunft“ ist eine Insel im Indischen Ozean, die politisch ein Übersee-Département sowie eine Region Frankreichs bildet und damit zur Europäischen Union gehört.

Wir beschlossen, eine Auszeit zu nehmen und einfach nur gemütlich am Strand zu relaxen. Leider gibt es nicht viel Strände, wo das Baden erlaubt ist. Aufgrund des großen Haivorkommens ist das Baden an vielen Stränden zu gefährlich. Die Haie kommen selbst bis zum Ufer. Wir ließen und nicht davon abhalten wenigstens einen Strandspaziergang zu machen. Abends schlenderten wir durch die Gassen von Saint Leu und ergatterten noch das eine oder andere Souvenir.

  1. August – Unterkunftswechsel

Wir kehrten unserem alten Domizil den Rücken und brachen auf nach Sainte-Marie, ein kleiner Ort, der sich in der Nähe von Saint Denis befindet. Unsere neue Unterkunft kostete 55 Euro pro Tag, was für die hiesigen Verhältnisse ein Schnäppchen ist – vor allen Dingen für einen Bungalow. Die Ausstattung beinhaltete W-Lan, so dass wir auch hier Mails checken und bei Facebook bereits einige Urlaubseindrücke posten konnten. Hier die näheren Angaben zur Unterkunft: https://www.airbnb.de/rooms/9006641. Den restlichen Tag verbrachten wir damit, die umlegende Gegend zu erkunden und uns abends ein leckeres Essen in einem der angesagten Restaurants zu gönnen.

  1. August – Hell Bourg

Hell-Bourg stellt eines der schönsten Dörfer der Insel dar und gilt als absoluter Geheimtipp. Früher suchten und fanden Sklaven hier Zuflucht. Der kleine Ort gehört einer Vereinigung an, die als Ziel den Fremdenverkehr ankurbeln soll. Die Liste selbst beinhaltet 152 Orte. Hell-Bourg ist der einzige Ort von La Réunion, der in dieser Liste geführt wird. Im Ort selbst befinden sich Thermalquellen, in denen man sich ausgiebig entspannen kann. Die Landschaft um den Ort herum beinhaltet eine reichhaltige Vegetation und eine faszinierende Blumenpracht. Das Landschaftsbild wird weiterhin mit vielen Wasserfällen gekennzeichnet, die sich bis weit in den Talkessel abzeichnen. Von Hell-Bourg geht unsere Reise weiter zum Temple du Colosse bei Saint Andre.

La Réunion – Der Tempel du Colosse.
Der Tempel befindet sich in Saint-André und steht unmittelbar am Ufer des Indischer Ozeans.

Der Temple du Colosse ist ein Hindutempel, der von einem kleinen Zaun umgeben ist. Dort befinden sich kleine Türen, durch die man ins Innere gelangt. Wichtig ist, sofort die Schuhe und Strümpfe auszuziehen, da der Boden heilig ist. Von außen wirkt das Gebäude farbenfroh und prächtig. Leider ist das Betreten des Gebäudes selbst streng untersagt. Es gibt jedoch Bereiche, wo man einen Blick von außen ins Innere des Tempels werfen kann. Knapp die Hälfte der Bevölkerung gehört dem Hinduismus an und ist neben dem Christentum und dem Islam eine ausgeprägte kulturelle Religion auf der Insel.

  1. August – der letzte Tag

Da unser Flieger erst in den Abendstunden geht, haben wir noch etwas Zeit, um uns noch zwei Sehenswürdigkeiten anzusehen. Der erste Weg führt zum Sentier Forestier du Cap Noir. Das Cap ist über einen einfachen und kurzen Wanderweg zu erreichen. Vom Parkplatz Dos d’Ane ist das Cap Noir in 20 Gehminuten zu erreichen. Von oben bietet sich ein fesselnder Panoramablick über die gesamte Region.

La Réunion, Bassin Bœuf, Sainte-Suzanne, Saint-Denis

 

Wir bewegen uns weiter zum Bassin Buf. Es handelt sich um ein Wasserbecken, welches mit mehreren Wasserfällen eine schöne Kulisse bildet. Er befindet sich etwa 350 Meter über dem Meeresspiegel und endet im Sainte Suzanne, einem Fluss, der wiederum im Indischen Ozean müden. Der Weg dorthin ist einfach und genau passend für unseren letzten Tag auf La Réunion. Dennoch konnten wir uns nicht lange aufhalten, da wir bereits um 19 Uhr am Flughafen in Saint Denis sein mussten, um unseren Flieger nach Hause noch rechtzeitig zu erreichen.

Vorher holten wir unsere bereits gepackten Koffer aus der Unterkunft, gaben zufrieden die Schlüssel ab und machten uns auf den Weg zum Flughafen. Noch schnell das Leihauto abgeben, Koffer einchecken und schon sitzen wir im Flieger, der uns nach Haue bringt. Während des Fluges schwärmten wir noch von unseren Eindrücken, welche die Insel La Réunion birgt. Die Wanderung zum Aktien Vulkan war Wahl das Abenteuerlichste, was wir bis dato erleben durften. Sicherlich wird das nicht unsere letzte Reise nach La Réunion gewesen sein. Airbnb hat und auch dieses Mal wieder mit sehr guten Unterkünften überzeugt, die günstig waren und vollkommen unseren Reiseansprüchen entgegen kamen.

 

 

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